Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Lambsheim hat wenig Beschädigungen durch die beiden letzten Weltkriege zu verzeichnen und kann deshalb im nördlichen Bereich mit zwei Denkmalzonen aufwarten. Die Denkmalzone "Ortskern" ist der Bereich der zwischen 14tem und 19tem Jahrhundert von der Stadtbefestigung eingefasst war. Die Hauptstraße (frühere Vorderstraße) weist dabei ein große Dichte qualitätsvoller Bauten in geschlossener Bebauung auf. Daneben gibt es noch die kleinere Denkmalzone "Jüdischer Friedhof", eine Hinterlassenschaft der einstmals lebendigen jüdischen Gemeinde Lambsheims. 

Historisches Rathaus
in der Hauptstraße 35

  • Historisches Rathaus
  • Historisches Rathaus
Das Historische Rathaus ist ein repräsentativer Walmdachbau mit Laterne und besteht heute weitgehend aus einem Neubau von 1936 in den Formen des auf das 15. Jahrhundert zurückgehenden, um 1600 und 1780 umgebauten Vorgängers (bezeichnet 1487 und 1780). Es ist eines der ortsbildprägenden Baudenkmäler.

Protestantische Pfarrkirche 
in der Hauptstraße Nr. 6

  • Turm der Prot. Pfarrkirche
  • Turm der Prot. Pfarrkirche und kath. Kirche
  • Turm der Prot. Pfarrkirche
  • Kirchhof der Prot. Pfarrkirche
  • Turm der Prot. Pfarrkirche und kath. Kirche
  • Turm der Prot. Pfarrkirche

Bei der protestantischen Pfarrkirche handelt es sich um eine neuromanische Saalkirche. Sie wurde in den Jahren 1844 bis 1847 als Sandsteinquaderbau errichtet. 

Der Turm besteht aus zwei Bauphasen, die unteren drei Geschoße wurden im 13. Jahrhundert errichtet und stammen von der Vorgängerkirche.  Durch die veränderte Ausrichtung des Neubaus ist der Turm heute der Südwand des Kirchenschiffs aus dem 19. Jahrhundert mittig vorgelagert. Der Turmaufbau mit dem hohen Spitzhelm wurde nach Beendigung des Neubaus von 1860 bis 1861 errichtet. Im Inneren des älteren Turmteils befinden sich Epitaphe ortsansässiger Adelsfamilien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die vom Vorgängerbau hierher versetzt wurden. 

Als höchstes Gebäude des Ortskerns prägt die Protestantische Pfarrkirche das Ortsbild. Der Turm ist mit 69 Meter Höhe der sechsthöchste Kirchturm der Vorderpfalz.


Neutor-Turm (Türmchen) 
an der Ecke Hauptstraße, Turmstraße, Weisenheimer Straße

  • aktueller Zustand
  • Richtfest 1907
  • "Hommage an Hundertwasser"-Mauer am Haus der Vereine

Der Neutor-Turm ist der letzte erhaltene Teil des äußeren Torhauses des nördlichen Stadttores. Nur die beiden unteren Geschoße sind noch original erhalten (weißer Abschnitt). Auf sie wurde im Jahre 1907 ein weiteres Geschoß mit Dach und Wetterfahne ergänzt. Es ist neben dem Abschnitt der Stadtmauer bei den Kirchen der letzte erhaltene Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung, der sichtbar und zugänglich ist. Am Turm sichtbar ist ein Wappenstein aus dem Jahr 1570.

Mit der Errichtung der ersten Stadtbefestigung wurde im Jahr 1323 begonnen, als Lambsheim Stadtrechte erhielt und Schultheißerei wurde. Im August 1471, während des Veldenzer Krieges zwischen den Herzögen von Zweibrücken und Kurfürst Friedrich I. (der Siegreiche), wurden Stadt und Befestigung erobert und "geschleift".  Die Stadtmauer und ihre Wehranlagen wurden dabei wahrscheinlich vollständig zerstört. Die danach erneuerte Befestigung wurde im Laufe der Zeit mehrfach beschädigt, so im Bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg als 1504 Landgraf Wilhelm von Hessen die Stadt überfällt. Auch im Dreißigjährigen Krieg zahlt die Stadt einen "Blutzoll", der sie einen großen Teil der Einwohner kostet. Spanische Truppen unter Don Gonzalo Fernández de Córdova eroberten viele Städte in der Vorderpfalz, darunter auch Lambsheim. 

Im Jahr 1852 wurde auf Initiative des damaligen Rates und gegen den Befehl König Maximilians II. die Stadtbefestigung fast vollständig abgetragen. 


Friedenseiche
Ecke Hauptstraße/Marktstraße

Friedenseiche

Naturdenkmal

Im Jahr 1871 zum Gedenken an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Zum Dank für den siegreichen Ausgang wurden in Deutschland allerorts feierlich „Friedenseichen“ gepflanzt.  Auf dem Platz der Friedenseiche befand sich im Mittelalter der Wochenmarkt. 


Wegekreuz
an der Ecke Friedhofsstraße/Münchgrabenstraße

Wegekreuz
Das Wegekreuz hat einen barocken Sockel aus dem 18. Jahrhundert, Kreuz und Christus stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Ehem. Gasthof "Zum Rebstöckl"
in der Markstraße 20, Ecke Hinterstraße

Zum Rebstöckl
Am östlichen Rand der Denkmalzone "Ortskern" befindet sich das ehemalige Gasthof-Gebäude, mit dem für gewerbliche Lambsheimer Bauten an Kreuzungen typischen Eingang am Eck des Gebäudes.

Weed
Rathausplatz

  • Weed im 21. Jahrhundert
  • Weed im 20. Jahrhundert
  • Rathaus der Verbandsgemeinde
  • Rathaus der Verbandsgemeinde
  • "Weed", Brunnenskulptur
  • "Weed", Brunnenskulptur
Der Platz vor dem Verbandsgemeinderathaus zieren zwei Kunstwerke, der "Weed"-Brunnen von Martin Schöneich aus dem Jahr 1992 und das Steinrelief "Pferdetränke" von Walter Bernd aus dem Jahr 1961. Beide Skulpturen nehmen darauf Bezug, dass an dieser Stelle über Jahrhunderte eine Pferdetränke war, die erst zur Mitte des 20. Jahrhunderts verfüllt und eingeebnet wurde. Auch als Löschwasserteich musste das Gewässer herhalten und wenn es zugefroren war, war es eine Eisfläche für Wagemutige. Bodenuntersuchungen geben Hinweise darauf, dass sich an dieser Stelle das antike Ufer des Rheins befand und eine Anlegestelle für Boote.

Bahnhof
Bahnhofstraße 3

  • Bahnhof der Regionalbahn
  • Gleisbau im frühen 20. Jahrhundert
  • Bahnhof der Regionalbahn im 20. Jhdt. mit Schienenbus und Güterzug
  • Bahnhof mit Regionalbahn
Ehemaliges Bahnhofsgebäude der Linie Frankenthal-Freinsheim aus dem Jahr 1877, sandsteingegliederter Putzbau. Heute dem noch existierenden Haltepunkt Lambsheim des Regionalbahnverkehrs benachbart. Die Strecke wird ständig innerhalb des VRN-Netzes bedient, sowie zu seltenen Gelegenheiten für Dampflok-Sonderfahrten von Museumsbahnen. Der historische zweigleisige Bahnkörper, der am 15. Oktober 1877 dem Verkehr übergeben wurde, ist nicht mehr erhalten, er wurde Ende des 20. Jahrhunderts zerstört. Auch die früher westlich davon befindliche Frachtgut- und Expressgut-Abfertigungshalle wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgetragen.